Alltag im Mädchenhaus
Das Leben im Mädchenhaus gestaltet sich ähnlich wie das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft. Die Mädchen und jungen Frauen haben Einzel- oder Zweierzimmer und teilen sich Küche, Bad, Wohn- und Esszimmer und ein Spielzimmer mit den anderen Bewohnerinnen. Am Abend wird gemeinsam gekocht und gegessen. Die Hausarbeiten werden untereinander aufgeteilt, jede junge Frau erhält ein Ämtli, für welches sie eine Woche lang zuständig ist.
Wenn immer möglich, sollst du auch während des Aufenthalts im Mädchenhaus die Schule besuchen, deine Lehre fortsetzen oder aber deiner Arbeit nachgehen. Ist dies nicht möglich, bietet das Mädchenhaus eine interne Tagesstruktur an, in der ein individuelles Programm für die Jugendlichen zusammengestellt wird (Schulstoff aufarbeiten, Bewerbungen schreiben, Basteln, Werken, Ausflüge).
Du nimmst an den wöchentlichen Gruppenabenden teil, an denen ihr über Themen, die die ganze Mädchengruppe, das Zusammenleben oder den Umgang mit den Gewalterlebnissen betreffen, redet. An den Wochenenden unternehmen alle zusammen gemeinsame Aktivitäten.
Im Mädchenhaus hast du wie alle Bewohnerinnen eine Hauptbetreuerin, die dich in der Verarbeitung ihrer Erlebnisse und in der Planung weiterer Schritte unterstützt. Sie begleitet dich an Gespräche mit Behörden, Jugendämtern oder den Eltern und hilft dir, dass du deine Meinung vertreten kannst.
Viele Bewohnerinnen des Mädchenhauses schätzen es, dass sie im Mädchenhaus andere Jugendliche kennenlernen, die in einer ähnlichen Situation sind. Der gemeinsam gelebte Alltag in einer gewaltfreien Umgebung macht ihnen Mut, neue Perspektiven zu entwickeln.










